Seit 20 Jahren im ehrenamtlichen Einsatz

 

Gemeinsam stark in Krisensituationen: Das Team der Notfallseelsorge mit Rainer Fromme (1.v.l.), Dekanatsreferent, Stefan Westhoff (2. v.l), Sprecher des Leitungsteams der Notfallseelsorge, Ralf Schmitz (4.v.l.), Leiter der Feuerwehr Paderborn, Wolfgang Weigel (2.v.r.), stellvertretender Landrat, und Martin Pantke (1.v.r.), stellvertretender Bürgermeister der Stadt Paderborn.

Montag, 03. September 2018 | Stadt Paderborn – 20 Jahre im Einsatz – eine lange Zeit für eine von Ehrenamtlichen getragene Institution; eine Institution, deren Arbeit nicht wegzudenken ist. Ob in akuten Notsituationen oder bei Schicksalsschlägen, die Notfallseelsorge Paderborn ist vor Ort, um das Leid und die Not der Betroffenen mitzutragen und eventuell ein wenig kleiner zu machen. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Notfallseelsorge wurde am Freitagabend, 31. August, ein Empfang im Rathaus veranstaltet.
Stefan Westhoff durfte den Abend als Sprecher des Leitungsteams der Notfallseelsorge eröffnen. Er bedankte sich vor allem bei den vielen Ehrenamtlichen, ohne welche die Arbeit überhaupt nicht möglich wäre. Einige der Ehrenamtlichen sind schon seit der Gründung im Jahre 1998 dabei und konnten mitbeobachten, wie sich die Notfallseelsorge über die letzten 20 Jahre zu einem sehr wichtigen Bestandteil der Versorgung in Krisensituationen entwickelte. Westhoff honorierte auch, dass die Ehrenamtlichen nach ihren eigentlichen Jobs noch die Zeit finden, sich bei der Notfallseelsorge zu engagieren. Der Bereitschaftsdienst macht hier den größten Teil der Arbeit aus, doch auch Weiterbildungen und Supervision sind wichtige Bestandteile. Westhoff bedankte sich ebenfalls bei den drei Kooperationspartner, der evangelischen und der katholischen Kirche sowie der Stadt Paderborn, für die Unterstützung in den letzten Jahren sowie bei der Feuerwehr Paderborn, bei welcher die Notfallseelsorge auf der Feuerwache Süd eingebunden wurde.
Im Anschluss führten zwei Mitarbeiter der Notfallseelsorge typische Szenen der alltäglichen Arbeitsvor- und Nachbereitung vor, die verdeutlichten, welche Schwierigkeiten die Seelsorge in Krisensituationen mit sich bringt und wie belastend diese Arbeit für die Ehrenamtlichen sein kann. Trotz alledem findet sich immer ein Mitarbeiter für die Durchführung des Bereitschaftsdienstes, so dass sich über die Jahre eine sehr gute Gemeinschaft gebildet hat.
Der zweite stellvertretende Bürgermeister Martin Pantke begrüßte die Gäste im historischen Rathaus Paderborn und erinnerte an zwei große und sehr wichtige Einsätze in diesem Jahr: Am 7. April befand sich zufällig eine Gruppe der Notfallseelsorge Paderborn in Münster, als ein Amokfahrer in die Gaststätte am Kiepenkerl raste. Die Mitarbeiter unterstützten tatkräftig die ortsansässigen Einsatzkräfte. Nur einen Tag später wurde in Paderborn die Evakuierung aufgrund der Entschärfung der gefundenen Weltkriegsbombe durchgeführt und trotz der Ereignisse am Vortag halfen auch hier zahlreiche Mitarbeiter der Notfallseelsorge den Einsatzkräften. Pantke erinnerte ebenfalls daran, wie wichtig auch die alltäglicheren Einsätze der Notfallseelsorge sind, die vielleicht nicht für so viele Menschen von Bedeutung, aber für die Betroffenen von höchster Wichtigkeit sind. Hierfür sprach er den Mitarbeitern im Namen der Stadt Paderborn Respekt und Anerkennung aus.
„Sie sind einmalig!“, so die Worte von Rainer Fromme, der als Vertreter des Dekanats Paderborn zum Jubiläum gratulierte. Er zeigte den Anwesenden auf, wie passend der Begriff „Seelsorge“ in diesem Zusammenhang ist, da sich die Mitarbeiter um die Seele der Betroffenen sorgen. Fromme mahnte jedoch auch, dass die Ehrenamtlichen die Sorge um ihre eigene Seele nicht zu kurz kommen lassen sollen. Als Vertreter des evangelischen Kirchenkreises gratulierte auch Pfarrer Dieter Maletz, welcher selbst seit 18 Jahren in der Notfallseelsorge Höxter tätig ist und somit als Kollege weiß, wie enorm wichtig die Arbeit der Notfallseelsorge Paderborn ist.
Zu guter Letzt hielt Ralf Schmitz, Leiter der Feuerwehr Paderborn, einen kurzweiligen Vortrag. Unter dem Titel „Ein Herz und eine Seele“ beschrieb er die Zusammenarbeit der Feuerwehr und der Notfallseelsorge. Fotos von vergangenen Einsätzen zeigten hier, dass die Feuerwehr in der Notfallseelsorge einen starken Partner gefunden hat: Von kuriosen Einsätzen bis zur Massenkarambolage, von Situationen bei schönstem Wetter bis zu welchen in tiefster Nacht und bei Minusgraden – die Ehrenamtlichen halten zusammen mit den Einsatzkräften so Einiges aus. Und das Wichtigste am Ende des Abends war für Schmitz: „Keiner war je alleine!“ Weitere Information gibt es unter www.nfs-paderborn.de.

Text und Bild: Stadt Paderborn

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>